Stoßwellentherapie
Was ist die fokussierte Stoßwellentherapie?
Die fokussierte extrakorporale Stoßwellentherapie (fESWT) ist eine nicht-invasive Behandlung mit gezielt gebündelten hochenergetischen Schallimpulsen. Im Unterschied zur radiären Stoßwelle kann die Energie bei der fokussierten Stoßwelle präzise in einer definierten Gewebetiefe konzentriert werden. Dadurch eignet sich diese Therapie besonders für tiefer liegende Strukturen, Verkalkungen und bestimmte Sehnen- oder Knochenansatzbeschwerden. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, körpereigene Heilungsprozesse anzuregen und die Funktion des betroffenen Gewebes zu verbessern.
Anwendung der Stoßwellenbehandlung
Bei welchen Erkrankungen wird die Stoßwellenbehandlung angewendet?
Die fokussierte Stoßwelle wird vor allem bei chronischen oder therapieresistenten Beschwerden eingesetzt, insbesondere bei:
- schmerzhafter Verkalkung der Schulter (Tendinitis calcarea)
- schmerzhafter Fersensporn (Plantarfasziitis)
- Achillessehnenbeschwerden
- Patellasehnenbeschwerden (Jumper’s Knee)
- ausgewählten Beschwerden am Ellenbogen, zum Beispiel Tennis- oder Golferellbogen
- je nach Befund auch knöchernen Stressreaktionen oder verzögerter Knochenheilung
Wie läuft eine fokussierte Stoßwellenbehandlung ab?
Vor der Behandlung wird die schmerzhafte Region ärztlich untersucht und die Zielstruktur genau lokalisiert. Anschließend werden die fokussierten Stoßwellen von außen gezielt in das betroffene Gewebe eingebracht. Meist werden 3 bis 5 Behandlungen im Abstand von 1 bis 2 Wochen durchgeführt. Die Besserung tritt häufig nicht sofort ein, sondern entwickelt sich schrittweise über mehrere Wochen.